Nach dem Wahlkampf ist, ähm, im Wahlkampf. War die Stadtratskandidatur eine Art Lernphase, geht’s nun zur Landtagswahl. Am Donnerstag fand in Delitzsch das Wahlforum der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung statt, bei der sich die Kandidierenden des Wahlkreises 34 den Fragen des Publikums stellten. Richtig toll waren die Menschen im Publikum, die mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und humanistische Werte vertreten. I ❤ Delitzsch!

Und am Mittwoch gab`s eine gute erste GRÜNE Tischrunde in Delitzsch. Es gab einen spannenden Austausch aus lokaler Sicht durch unsere Aktiven vor Ort, aus regionaler Sicht durch Kreisrat Oliver Gossel und aus Landessicht durch unsere Spitzenkandidatin Katja Meier.

Heute war Katrintag. Mit Katrin Goering Eckardt und Monika Lazar heute in der Diakonie Delitzsch, dann haben wir am Wahlkampfstand u. a. mit dem Delitzscher Stadtratskandidaten Michael Hammer grüne Pflänzchen verschenkt, dann Haustürwahlkampf mit Steffen Weissenberg, Gemeinderatskandidat für Zschortau, und am Abend hab ich das Gespräch „Taucha – Berlin – Europa“ in Taucha moderiert. Über 50 Menschen waren gekommen und das Gespräch verlief sehr anregend.

Das war ein wunderbares Wahlkampf – Wochenende. Sonnabend früh Wanderung in Nordsachsen mit Ornithologen um den Grabschützer See, einem ehemaligen Tagebau, jetzt Paradies für Vogelfreunde wegen der seltenen Vogelarten. Nachmittags Fahrraddemo an der B2 in Hohenossig, bei der es darum ging, die Lücke im Radwegenetz endlich zu schließen, am Abend in Leipzig Townhall – Gespräch mit unserem Bundesvorsitzenden Robert Habeck, am nächsten Morgen dann Haustürwahlkampf mit ihm, dann die Demo #1europafüralle, für die ich den Glänzenden Block der VIELEN organisiert habe und am Abend Bouldern mit Stadtratskandidat Jürgen Kasek und unserer Grünen Kandidatin für das Europaparlament Anna Cavazzini.

Gestern war ich in Berlin beim Parlamentarischen Abend Kultur, zu dem die GRÜNE Fraktion im Bundestag geladen hatte. An einer Ansprechbar war ich ansprechbar zu meinem Lieblingsthema: wie es um Sachsen steht. #kulAbend

Die Tage sind geprägt von der Arbeit im Landtag, Demovorbereitungen und natürlich zusammen mit Petra Sejdi und Volker Holzendorf in Leipzig Alt-West Wahl… kampf oder besser Wahlvorfreude, am Stand, bei Veranstaltungen, beim Haustürwahlkampf, mal nur ein kurzer Kontakt, mal ein intensiveres Gespräch. „Politiker sollen mehr auf die Menschen hören“, ist einer von vielen Sätzen, der mir hängen geblieben ist. Vielleicht weil es für gewählte Volksvertreter*innen selbstverständlich ist oder sein sollte, Sprachrohr der Anliegen derjenigen zu sein, die sie vertreten.

Naturliebhaber*innen hält selbst Regen nicht ab. Im Leipziger Westen radelten heute 12 Erwachsene und eine Handvoll Kind mit uns vom Lindenauer Markt durch die Luppe-Aue nach Gundorf. An Stationen wie dem Nahle-Wehr berichteten Wolfram Günther, sächsischer Spitzenkandidat von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und Holger Seidemann (Ökolöwe) zur Thematik Hochwasserschutz und Renaturierung der Aue und nachhaltigem Waldumbau. Auf verschlungenen Pfaden an einem Moor vorbei ging es dann zur Kirche in Gundorf. Die romanische Kirche wurde 1206 geweiht, wie wir von Kammersänger Martin Petzold erfuhren in einer kleinen Führung mit Bach-Lied. Zum Aufwärmen hab ich einen Daal beigesteuert, Danke auch für Kuchen und Suppe und die freundlichen Helfer*innen. Vielen Dank für diesen schönen Vormittag und keinen Schnupfen bekommen!

Zum Maifeiertag war ich in Delitzsch, traf den Delitzscher Grünen Jörg Bornack und hatte einige interessante Gespräche. Anschließend kleine Wanderung zum Werbeliner See, ein einstiger Tagebau, der seit 25 Jahren rekultiviert wird und über dessen Kiesgrund sich glasklares Wasser wellt.

Heute beim Tanz in den Mai mit meiner Lieblingsmitkandidatin für den Leipziger Stadtrat Conny Kluth. Sie kämpft mit ihrer Bürgerinitiative dafür, dass den Rückmarsdorfern Lärm und Staub eines neuen Kiesabbaus erspart bleibt und dass der „Fuchsbau“, der auf dem Gelände des geplanten Kiesabbaus liegt, auch weiterhin für Tanz und Feiern erhalten bleibt.

Am Freitag war ich im schönen Lausitzer Oberland zur Tagung „Leader trifft Kreativwirtschaft“, organisiert durch das Sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in Kooperation mit Kreatives Sachsen und Europäische ARGE Landentwicklung und Dorfentwicklung. Das LEADER-Programm der EU (Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ = Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) fördert seit 1991 modellhaft innovative Aktionen. Besonders interessiert mich, wie Kunst und Kultur zur nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum beitragen und wie sie dabei von der EU unterstützt werden. Interessant fand ich neben Beispielen wie der einstigen Textilfabrik „Friese“ in Kirschau auch Beispiele von polnischen Referent*innen wie der Bürgermeister des niederschlesischen Ortes Wolimierz, wo rings um einen einstigen Bahnhof ein alternatives Festival viele Besucher anzieht und zum Aufschwung in der Region führt. Und inzwischen – nach einer Generation – auch von Einheimischen toll gefunden wird 😉

So toll es war, viele Projekte und spannende Akteur*innen kennenzulernen, so erschloss sich nicht immer, welcher Anteil über die EU gefördert wurde und wie niederschwellig die Anforderungen sind, damit Menschen, die sich für Dorfentwicklung einsetzen, mit einem Antrag Erfolg haben. Für Kreativschaffende gibt es in jedem Fall beim Kreativen Sachsen fitte Ansprechpartner*innen und von Seiten der EU auch gute Neuigkeiten, z.B. dass auch Ausstattung gefördert wird. Also auf, auf’s Land!

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