Wie können wir Kultur aus der Krise heraus nachhaltig stärken? Als sächsische Kulturschaffende und Grüne im Dialog mit Nathalie Senf, die für den Vorsitz der deutschen Bühnengenossenschaft GDBA kandidiert.

Das waren aufregende sechs Wahlkampfwochen! Ungezählt viele S-Bahn-Fahrten und ca. 300 km per Rad von Dorf zu Dorf (wegen Handbruch in der vorletzten Woche leider nicht alle der 77 Orte geschafft, aber 3/4), zwei Stammtische, zwei Wahlforen, fünf Vor-Ort-Termine, acht Wahlkampfstände, Strandwahlkampf und Morgenüberraschung mit Life Musik, fünf eigene, inhaltliche Veranstaltungen: zu Fluglärm im Großraum Leipzig-Halle, zu Dorfentwicklung von Unten (neues Format: Dorfgespräch), zu Regionalentwicklung, zur Machbarkeit der Energiewende (neues Format: Straßenuniversität) und am letzten Tag vor der Wahl das Wahlkampfabschlussfest „Wähle mit Herz“ mit Band, kreativen Mitmachaktionen, Robert Habeck und unseren Spitzenkandidierenden Katja Meier und Wolfram Günther.

Auch wenn das Wahlergebnis in Sachsen und speziell auch für mich im Wahlkreis Nordsachsen 1 unter den Erwartungen / Hoffnungen zurück blieb: Die sechs Wochen haben viele Einsichten gebracht, unter anderem auch, wie erschreckend verbreitet rassistische Einstellungen sind, wie erschreckend egal das Thema Gesundheit für viele Nichtbetroffene in Bezug auf DHL/nächtlichen Fluglärm ist und wie erschreckend viele Menschen rechtspopulistischen Argumentationen verfallen, obwohl der Klimawandel und zerstörerischer Umgang mit Natur offensichtlich Spuren direkt vor ihrer Tür hinterlassen und wir als Grüne vernünftige Lösungen vorschlagen. Ich ziehe den Hut vor den Grünen im ländlichen Raum, die sich zum Teil seit 30 Jahren unter schwierigen Bedingungen engagieren. Ich danke allen Menschen, die GRÜNER Politik ihre Stimme gegeben haben und allen Menschen, die meinen Wahlkampf unterstützt haben!

Um in Sachsen außerhalb der Großstädte mehr Weltoffenheit und insgesamt Offenheit für nachhaltige, in die Zukunft weisende Ansätze zu erreichen, braucht es mehr Unterstützung und dies nicht nur in der Zeit vor den Wahlen, sondern permanent und als Aufgabe für alle demokratisch orientierten Kräfte.

Sie wollen mit mir ins Gespräch kommen? Laden Sie mich ein oder kommen Sie gern am Stand oder einem meiner Termine vorbei.

Heute war ich vormittags am Delitzscher Rossplatz, mittags hab ich das wunderbare Barockschloss besichtigt und im Anschluss Elke Fahr von den Delitzscher Baumfreunden getroffen. Nachmittags gings weiter mit Gesprächen am Stand.

In meinem Wahlkreis 34 gibt es 77 Ortschaften. Ich finde es wichtig, dass sich in Sachsen niemand abgehängt fühlt. In den letzten 30 Jahren ist Manches nicht gut gelaufen. Aber es wäre fatal, wenn Leute aus Protest eine rassistische Partei wählen, die für das Gegenteil eines konstruktiven Miteinanders steht. Während meiner Wahlradtouren radle ich von Ort zu Ort, verteile grünes Wahlkampfmaterial und komme mit Menschen vor Ort ins Gespräch darüber, wie sie leben, was sie bewegt.

Am Mittwoch hat für mich der Wahlkampf begonnen zunächst mit Plakatieren in Delitzsch und Delitzscher Land und allen Gemeindeteilen von Wiedemar.

Der MDR hat alle Kandidierenden gecheckt – vier Minuten mit laufendem Countdown und ohne Schnitt…

Nach dem Wahlkampf ist, ähm, im Wahlkampf. War die Stadtratskandidatur eine Art Lernphase, geht’s nun zur Landtagswahl. Am Donnerstag fand in Delitzsch das Wahlforum der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung statt, bei der sich die Kandidierenden des Wahlkreises 34 den Fragen des Publikums stellten. Richtig toll waren die Menschen im Publikum, die mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und humanistische Werte vertreten. I ❤ Delitzsch!

Meine Beobachtungen zum Wahlforum lesen Sie hier.

Und am Mittwoch gab`s eine gute erste GRÜNE Tischrunde in Delitzsch. Es gab einen spannenden Austausch aus lokaler Sicht durch unsere Aktiven vor Ort, aus regionaler Sicht durch Kreisrat Oliver Gossel und aus Landessicht durch unsere Spitzenkandidatin Katja Meier.

Heute war Katrintag. Mit Katrin Goering Eckardt und Monika Lazar heute in der Diakonie Delitzsch, dann haben wir am Wahlkampfstand u. a. mit dem Delitzscher Stadtratskandidaten Michael Hammer grüne Pflänzchen verschenkt, dann Haustürwahlkampf mit Steffen Weissenberg, Gemeinderatskandidat für Zschortau, und am Abend hab ich das Gespräch „Taucha – Berlin – Europa“ in Taucha moderiert. Über 50 Menschen waren gekommen und das Gespräch verlief sehr anregend.

Das war ein wunderbares Wahlkampf – Wochenende. Sonnabend früh Wanderung in Nordsachsen mit Ornithologen um den Grabschützer See, einem ehemaligen Tagebau, jetzt Paradies für Vogelfreunde wegen der seltenen Vogelarten. Nachmittags Fahrraddemo an der B2 in Hohenossig, bei der es darum ging, die Lücke im Radwegenetz endlich zu schließen, am Abend in Leipzig Townhall – Gespräch mit unserem Bundesvorsitzenden Robert Habeck, am nächsten Morgen dann Haustürwahlkampf mit ihm, dann die Demo #1europafüralle, für die ich den Glänzenden Block der VIELEN organisiert habe und am Abend Bouldern mit Stadtratskandidat Jürgen Kasek und unserer Grünen Kandidatin für das Europaparlament Anna Cavazzini.

Gestern war ich in Berlin beim Parlamentarischen Abend Kultur, zu dem die GRÜNE Fraktion im Bundestag geladen hatte. An einer Ansprechbar war ich ansprechbar zu meinem Lieblingsthema: wie es um Sachsen steht. #kulAbend

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