Naturliebhaber*innen hält selbst Regen nicht ab. Im Leipziger Westen radelten heute 12 Erwachsene und eine Handvoll Kind mit uns vom Lindenauer Markt durch die Luppe-Aue nach Gundorf. An Stationen wie dem Nahle-Wehr berichteten Wolfram Günther, sächsischer Spitzenkandidat von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und Holger Seidemann (Ökolöwe) zur Thematik Hochwasserschutz und Renaturierung der Aue und nachhaltigem Waldumbau. Auf verschlungenen Pfaden an einem Moor vorbei ging es dann zur Kirche in Gundorf. Die romanische Kirche wurde 1206 geweiht, wie wir von Kammersänger Martin Petzold erfuhren in einer kleinen Führung mit Bach-Lied. Zum Aufwärmen hab ich einen Daal beigesteuert, Danke auch für Kuchen und Suppe und die freundlichen Helfer*innen. Vielen Dank für diesen schönen Vormittag und keinen Schnupfen bekommen!

Zum Maifeiertag war ich in Delitzsch, traf den Delitzscher Grünen Jörg Bornack und hatte einige interessante Gespräche. Anschließend kleine Wanderung zum Werbeliner See, ein einstiger Tagebau, der seit 25 Jahren rekultiviert wird und über dessen Kiesgrund sich glasklares Wasser wellt.

Heute beim Tanz in den Mai mit meiner Lieblingsmitkandidatin für den Leipziger Stadtrat Conny Kluth. Sie kämpft mit ihrer Bürgerinitiative dafür, dass den Rückmarsdorfern Lärm und Staub eines neuen Kiesabbaus erspart bleibt und dass der „Fuchsbau“, der auf dem Gelände des geplanten Kiesabbaus liegt, auch weiterhin für Tanz und Feiern erhalten bleibt.

Am Freitag war ich im schönen Lausitzer Oberland zur Tagung „Leader trifft Kreativwirtschaft“, organisiert durch das Sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in Kooperation mit Kreatives Sachsen und Europäische ARGE Landentwicklung und Dorfentwicklung. Das LEADER-Programm der EU (Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ = Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) fördert seit 1991 modellhaft innovative Aktionen. Besonders interessiert mich, wie Kunst und Kultur zur nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum beitragen und wie sie dabei von der EU unterstützt werden. Interessant fand ich neben Beispielen wie der einstigen Textilfabrik „Friese“ in Kirschau auch Beispiele von polnischen Referent*innen wie der Bürgermeister des niederschlesischen Ortes Wolimierz, wo rings um einen einstigen Bahnhof ein alternatives Festival viele Besucher anzieht und zum Aufschwung in der Region führt. Und inzwischen – nach einer Generation – auch von Einheimischen toll gefunden wird 😉

So toll es war, viele Projekte und spannende Akteur*innen kennenzulernen, so erschloss sich nicht immer, welcher Anteil über die EU gefördert wurde und wie niederschwellig die Anforderungen sind, damit Menschen, die sich für Dorfentwicklung einsetzen, mit einem Antrag Erfolg haben. Für Kreativschaffende gibt es in jedem Fall beim Kreativen Sachsen fitte Ansprechpartner*innen und von Seiten der EU auch gute Neuigkeiten, z.B. dass auch Ausstattung gefördert wird. Also auf, auf’s Land!

Heute war ein bewegender Tag. Meine Freundin Elzbieta Kowalczyk aus Masuren ist zu Besuch. Sie überreichte in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig die letzten erhaltenen Briefe ihrer Tante Maria Wardyniec, die als junge Frau als Fremdarbeiterin zur HASAG nach Leipzig kam und 1944 starb. Ihre Geschichte konnte ich recherchieren und auch den Friedhof finden, auf dem sie beigesetzt wurde (in Zschadraß, leider eingefriedet). Dafür waren wir heute nach der Gedenkstätte auf dem Ostfriedhof am Mahnmal für die polnischen Kriegsopfer in Leipzig. Ich weiß aus meiner eigenen Familiengeschichte, wie wichtig es ist, fehlende Puzzleteile zu finden und einen Ort, an dem Familiengeschichte verortet und zur Ruhe kommen kann. Für meine Großmutter, die 1945 in Masuren umkam, habe ich kein Grab gefunden. #letztebriefe

Seit der Nacht zum Samstag hängen wir in Leipzig Plakate zur Kommunal- und Europawahl, heute haben wir die GRÜNEN in Taucha beim Plakatieren unterstützt.

Radfahren auf der Leipziger Jahnallee ist ein gefährliches Unterfangen. Deswegen setzen sich Mitgrüne wie Volker Holzendorf für die Errichtung eines Radwegs ein. Heute wurde den Radfahrern wieder symbolisch der rote Teppich ausgerollt. Links im Bild Katharina Krefft.

Heute war ich in Schkeuditz, zunächst, um von unserem grünen Stadtrat Oliver Gossel mehr über zum Thema Frachtdrehkreuz DHL und nächtlicher Fluglärm zu erfahren und im Anschluss auf der Messe Jobregional. Mich interessiert, wie bei enorm gesunkener Arbeitslosenzahl Unternehmen zu dringend gesuchten Mitarbeitenden finden. Es gab tolle Angebote für Arbeitssuchende wie professionelles Fotoshooting, Bewerbungsmappenberatung, Workshops und handliche Stellenangebote als Flyer zum Mitnehmen. Auch interessant war, mehr über die Arbeitsbedingungen und Entlohnung bei DHL zu erfahren. Bei DHL Hub Nachtarbeit im Niedriglohnbereich.

GRÜNER Frühjahrsputz in Alt-West entlang der Kuhturmstraße. Da wo ein Spielplatz stehen könnte. Und wo keiner ist, dafür rings um Bänke kleine Glasflaschen, Kronkorken, Glasscherben, Batterien. Schlimm.

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