Als Teil von #Parentsforfuture trotz Zeitknappheit wenigstens zum Ende der Demo von #Fridays4future vorbeigeschaut. Besonders beeindruckend: alle Schüler*innen und Unterstützer*innen legten sich auf den Boden und hörten, wie sich Leipzig entwickelt, wenn die Klimaveränderungen so weitergehen wie bisher. Ziemlich bedrückend, so eine Dystopie.

Am Abend dann unser Wahlkampf-Auftakt von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in Leipzig – noch sieben Wochen bis zur Kommunal- und Europawahl am 26.5.2019.

Bei den „Delitzscher Gesprächen“ viel erfahren über Genossenschaften und das Wirken von Herrmann Schulze-Delitzsch, der in seiner Geburtsstadt die erste Genossenschaften und auch die Volksbank gründete. Schulze-Delitzsch sah in der Politik vor allem Unterstützung zur Selbstbefähigung – ein wunderbarer Ansatz.
Auch heute sind Genossenschaften noch aktuell, sei es bei der
Versorgungsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren (Bäko) oder bei
Wohnungsgenossenschaften oder Hausprojekten. Ein wenig Gefahr der Aushöhlung des Genossenschaftsprinzips gibt’s bei Banken. Spannend übrigens, dass in Österreich seit der Wiener Republik Genossenschaften bis heute sehr verankert sind.

Zu Gast bei der Bürgerinitiative in Leipzig-Rückmarsdorf. Es ist ein wenig wie David gegen Goliath. Die Bürger*innen von Rückmarsdorf setzen sich zur Wehr gegen einen von der GP Günter Papenburg AG geplanten Neuaufschluss eines Kiessandtagebaus direkt vor ihren Haustüren.  Lärm und Staub würden den Anwohner*innen für die nächsten 15 Jahre Lebensqualität rauben, der Staub über die westliche Frischluftschneise Richtung Leipziger Zentrum ziehen. Und nach der Auskiesung soll die Grube zur Bauschutt-Deponie werden, auch das mit Staub und Krach von Tausenden LKW-Ladungen verbunden. Aber die Davids sind tough und haben Ideen, die ich gern unterstütze.

Lebhafter Austausch in Taucha zum Thema Insektensterben. Nach einem einführenden Film erläuterten unser Landtagsabgeordneter Wolfram Günther (Sprecher für Umweltschutz), welche konkreten Maßnahmen wir GRÜNE auf politischem Weg initiieren und Naturschutzexperte Frank Meisel sprach darüber, was wir persönlich tun können. Vierzig Prozent der Insekten sind weltweit vomAussterben bedroht. Insekten sind Nahrungsquelle für andere Tiere, sie vertilgen Aas, verbreiten Samen, lockern den Boden und sind für die Bestäubung von Blüten zuständig, und das nicht nur für Obst und Gemüse, sondern auch für z.B. Baumwolle. Zu den Ursachen des Insektensterbens gehören Maismonokulturen,
die für Bienen keine gute Nahrung darstellen und deren Immunsystem schwächen, außerdem fehlendes Nahrungsangebot in den Sommermonaten, aber besonders Pflanzenschutzmittel wie Neonicotinoide. Ein weiterer Grund liegt darin, dass Schutzgebiete zum Teil zu weit auseinander liegen. Wir GRÜNE fordern, dass endlich die Pläne zur Vernetzung von Biotopen umgesetzt werden. Auf kommunaler
Ebene sollte es darum gehen, dass Eigentümer von Land und Wegen auf die
Errichtung von Blühstreifen achten und dass diese nicht etwa in voller Blüte gemäht werden. Auch private Gartenbesitzer*innen können zum Erhalt von Wildbienen und Schmetterlingen beitragen, z.B. durch Anlegen einer Wildblumenwiese, wobei auf eine regionale Samenmischung geachtet werden sollte, denn nur diese enthält das optimale Nahrungsangebot für regionale Insekten.

In Dresden im Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu einem Infonachmittag zum Thema Kulturförderung mit EU-Mitteln. Nette Kulturschaffende (wieder)getroffen, von zwei erfolgreichen Projekten erfahren (Kinderfilmfestival „Schlingel“ und die Ostrale), aber auch ein bisschen Ernüchterung, zum einen, weil die Hürden für eine Förderung doch recht hoch sind, zum anderen, weil die Mittelaufstockung und Novellierung von „Kreatives Europa“ bis zur Europawahl längst nicht verabschiedet wird.

Heute mit dem Delitzscher Stadtratskandidaten Jörg Bornack Unterschriften gesammelt für den Volksantrag „Länger gemeinsam lernen„. Ich finde es wichtig, dass auf Kinder im Alter von 9/10 Jahren nicht so ein hoher Druck aufgebaut wird, ob sie es auf’s Gymnasium schaffen – und sowieso länger in einem Klassenverband bleiben, damit alle miteinander voneinander lernen.

Dieses Jahr gab es auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal einen Stand der Zivilgesellschaft. Es wurde getragen von einem breiten Bündnis, dem unter anderem unser Verein Lauter Leise e.V. angehört. Unter dem Motto „Leipzig liest weltoffen“ fanden insgesamt 20 Lesungen, Diskussionen und Workshops statt (hier mal der zweite Tag). Ich war für das Programm zuständig und dementsprechend nervös. Es hat alles wunderbar geklappt. Hier bei der Lesung mit Jaroslav Rudis und bei der Podiumsdiskussion zu NS-Raubgut an Sächsischen Bibliotheken.

Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir unsere Autor*innen-Initiative „Literatur statt Brandsätze“ in der Reihe „Leipziger Büchermenschen“ vorstellen können. Mit der wunderbaren Autorin Franziska Wilhelm und Ine Dippmann.

Zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse fand die Demo „Keinen Regalmeter für Faschismus“ statt und zum zweiten Mal meine Idee des „Büchermeers“. Hier mit unserer GRÜNEN Stadträtin Katharina Krefft.

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